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Türkei 11.06. - 18.06.2002

Eigentlich war für 2002 wieder ein Urlaub auf die Malediven geplant. Leider hat die
Insolvenz von Daniels Arbeitgeber uns ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Weil keiner im Sommer wusste, wie es arbeitstechnisch weitergehen wird, entschieden
wir mal Lastminute auszuprobieren. Wir fuhren im Flughafen Berlin Schönefeld,  suchten uns ein Reisebüro und sagten der netten Frau, dass wir per Lastminute
für eine Woche in die Sonne wollen. Sie hat uns verschiedene Vorschläge gemacht, aber als wir Bilder von den Bettenburgen sahen, waren wir schon drauf und dran gar nicht zu verreisen. Was wir ihr auch sagten. Sie meinte, da hätte sie vielleicht noch was für uns. Mit den Worten „Ganz frisch reingekommen" übergab sie uns einen DIN-A4 Zettel, auf dem ein neu eröffnetes Hotel in der Türkei beschrieben wurde, so neu, dass sie uns nicht einmal Bilder zeigen konnte. Uns gefielen die Beschreibung und der Hotelname Royal Atlantis. In unserem Lieblingsbuch wird u. a. auch von einer Hotelkette Atlantis geschrieben. Ein Wink mit dem Zaunpfahl? Sofort waren wir uns einig, das nehmen wir. Ein paar Tage später ging es dann Richtung Side. Kaum im Hotel angekommen, waren wir positiv überrascht und zugleich geschockt. An der Rezeption wurden wir nett empfangen, uns wurde ein Zimmer obersten Stock zugewiesen, so wie ich es mag. Dann der Schock, wir warteten auf den Fahrstuhl, die Tür ging auf und eine Horde junger Italiener in Badesachen mit Kriegsbemalung und Wasserpistolen bewaffnet stürmten laut brüllend an uns vorbei. Hilfe, wo sind wir hier nur gelandet? Mit denselben Leuten saßen wir dann 2 Tage später abends am Strand um ein Lagerfeuer und sie sangen italienische Lieder und spielten dazu Gitarre.
Das war echt der Wahnsinn. Das Hotel und das Personal kann man nur lobend
erwähnen. Es gab hier und da ein paar Anfangsschwierigkeiten, z. B. lief bei uns das Wasser von der Klimaanlage in Bächen die Wand herunter. Dieser Mangel wurde aber sofort behoben. Dann blieben wir im Fahrstuhl stecken und die Notfalltaste funktionierte nicht. Wir hatten aber Glück, dass wir zum Frühstück mit unseren
Urlaubsbekannten verabschiedet waren. Als wir lange über der Zeit noch nicht
erschienen waren, machte den Beiden es stutzig und wollten mal nachschauen, so als
ob sie so eine Vorahnung hatten. Es war ein Außenfahrstuhl und wir hangen zwischen 3. und 4. Etage fest. Der Lift bewegte sich leider keinen Millimeter mehr und so mussten wir nachdem sie die Tür im 4. Stock irgendwie aufbekamen, noch oben rausgezogen werden. So, jetzt hatten wir uns aber das Frühstück redlich verdient!