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Rumänien 27.06. - 04.07.2015

In der Reisezeitschrift Lonley Planet las ich Anfang des Jahres einen Bericht über Transsilvanien. Und schon war unser Reisefieber angeheizt. Schnell waren die Flüge nach Bukarest gebucht und die Route zusammengestellt.

Am 27.06.2015 ging es dann mit Air Berlin Richtung Bukarest. Nach der über-pünktlichen Landung suchten wir gleich den Mietwagenstand von Enterprise auf. Die Formalitäten waren schnell erledigt und man brachte uns per Shuttle zu unseren Mietwagen, einen fast neuen Opel Corsa. Schnell noch das Navi angeschlossen und schon ging es durch die Walachei Richtung Curtea de Arges. Warum gerade dieser Ort wird sich jetzt der ein oder andere fragen. Ganz einfach, er liegt ungefähr auf halber Strecke Bukarest-Sibiu. Und weil wir uns am ersten Tag keinen Stress antun wollten und man in Rumänien auch nicht nachts fahren sollte, wählten wir Curtea de Arges als erste Zwischenstation, welches sich als Glückgriff heraus-stellte. Im Ort gibt es eine sehr schöne Klosterkirche und nur nette Leute. Nächsten Morgen fuhren wir Richtung Sibiu (Hermannstadt. Wir kamen an der Burg Poenari vorbei. Zu dieser Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg führten 1480 Stufen hinauf. Wenn ich gewusst hätte, dass ich davon den restlichen Urlaub wahnsinnigen Muskelkater habe, wäre ich vermutlich nicht raufgestiegen. Aber der Ausblick war atemberaubend. Der Weg weiter Richtung Sibiu führte uns quer durch die Karpaten und über einen Bergkamm mit über 2000 m Höhe. Hier oben lag noch Schnee, so dass wir im Auto sogar die Heizung anstellen mussten. Am späten Nachmittag kamen wir in Sibiu an, nachdem unser Pensionswirt endlich aufgetaucht ist, könnten wir die Altstadt erkunden. Natürlich wollte Daniel in der Stadtpfarrkirche den Kirch-turm besteigen, was solls nach den über tausend Stufen machen die 200 Treppen mir nun auch nichts mehr aus ;-) Aua, aua, meine Waden, Oberschenkel.... Montag früh fuhren wir weiter durch Siebenbürgen nach Sighisoara (Schäßburg).Diesmal machten wir Zwischenstopp in Biertan und schauten uns die gut erhaltene und restaurierte Kirchenburg an. In Sighisoara freute ich mich schon auf unsere Unter-kunft, wir sollten in einer Pension aus dem 17. Jahrhundert schlafen. Wir bekamen das schönste Zimmer und schliefen auf der alten Stadtmauer. Die Altstadt (Weltkulturerbe) ist hier wieder auch sehr schön.  Man hätte noch einen Tag länger bleiben können, aber das haben wir in Sibiu, mit der schönen historischen Altstadt, auch schon gesagt. Als wir uns Dienstag Richtung Brasov (Kronstadt)aufmachten, gab uns unser Gastgeber den Tipp den Ort Crit anzuschauen. Hier gab es noch keine geteerten Straßen, aber dafür eine Wehrkirche, die leider verschlossen war. Eine alte Omi wollte sie uns zeigen, hatte aber den falschen Schlüssel. Das war nicht weiter schlimm, sie entschädigte uns mit einem sehr netten Gespräch über die Deutschen in Rumänien, über die Rumänien selber und die Roma. Nach über einer Stunde verabschiedeten wir uns von ihr und dachten, was haben wir doch für ein Glück diese Frau getroffen zu haben. Weiter ging es nach Viscri (Deutsch-Weißkirch. Die Kirchburg und das Dorf stehen auf der Liste des UNESCO-Welt-kulturerbes. Wen wundert es dann nicht, dass auch Prince Charles hier ab und zu vorbeischaut. Brasov ist eine Touristenhochburg und hat uns deshalb nicht so gut gefallen. Wir führen mit einer Seilbahn auf einen Berg hinauf und hatten von dort eine gute Sicht über die Stadt. Mittwoch sollte nun das Highlight von Siebenbürgen auf dem Plan stehen, das Schloss "Dracula" in Bran. Der erste Blick auf das Schloss des Grafen ist schon sehr beeindruckend, aber dafür wimmelt es hier von Touristenmassen...Wir verließen Transsilvanien und unsere letzte Station von Bukarest hieß Sinaia in der Walachei. Der Ort ist im Winter ein sehr beliebtes Ski-Gebiet. Das Schloss Peles konnten wir nur noch von außen besichtigen, da es schon zu spät war. In dieser Gegend wurde an den Bäumen durch Schilder vor Bären gewarnt. Der fand sich dann abends auf einen Teller von Daniel wieder. Er hatte es geschafft, Bär in einem Restaurant zu finden und zu essen. Es schmeckt wie Wild. Donnerstag hieß es nun den Mietwagen am Flughafen abzugeben. Wir fuhren fast 1000 km in den 5 Tagen. Jetzt hatten wir noch 1,5 Tage Zeit um uns ein wenig Bukarest anzuschauen. Das reicht aber auch. Wir hatten uns für Freitag für einen Hopper-Bus entschieden. Am beeindrucksten war der Prunkbau von Ceausescu. Übrigens liege Bukarest auch in der Walachei...