www.Jaenisch-Fernweh.de
www.Jaenisch-Fernweh.de

Myanmar 09.12. - 31.12.2015

Am 09.12.2016 ging es wieder ab Berlin via Abu Dhabi nach Bangkok. Der Urlaub fing schon gut an, denn auf dem Flug von Abu Dhabi nach Bangkok biss ich auf einen Reis- cracker und dabei habe ich mir ein Stück vom Zahn abgebrochen. Abends im Hotel versuchten wir noch einen Zahnarzt aufzutreiben, leider ohne Erfolg. Wir haben hin und her überlegt, ob ich damit durch Myanmar reisen möchte, oder doch lieber das in Bangkok flicken lasse. Jedenfalls haben wir uns für die Reparatur des Zahnes in Bangkok entschieden, nur leider haben wir keinen 24-Std-Notdienst gefunden. Die nette Dame an der Rezeption hat für uns verschiedene Zahnärzte-/kliniken angerufen und wurde immer auf den nächsten Tag vertröstet. Also haben wir unseren Aufenthalt in Bangkok um einen Tag verlängert, die Flüge nach Myanmar um einen Tag verschoben und ich bin dann einen Tag später zur Zahnklinik gegangen und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Am 12.12. ging es dann endlich mit Bangkok Airways weiter nach Myanmar. Nach einer Nacht in Mandalay fuhren wir mit dem Minibus nach Hsipaw. Ursprünglich wollten wir den Zug nehmen, dann hätten wir aber schon um 3 Uhr die Nacht aufstehen müssen und dazu hatten wir keine Lust. Hsipaw ist ein nettes kleines Örtchen. Mit dem Thai House hatten wir einen Volltreffer gelandet, die Bungalows waren toll, das Frühstück total lecker und es gab sogar Fahrräder gratis. Nach 4 Nächten fiel uns der Abschied doch ein wenig schwer, aber was will man machen, wenn man noch etwas vom Land sehen möchte und die Zeit begrenzt ist. Der Besitzer der Bungalowanlage hat es sich nicht nehmen lassen und für uns einen Shuttle zum Bahnhof organisiert. Wir wollten das Stück eigentlich laufen, aber damit war er nicht einverstanden. Jetzt lag ein weiteres Abenteuer vor aus, zurück nach Mandalay geht es mit dem Zug, ca. 200 km in 13 Stunden! Das Ticket gab es am Bahnhof gegen Vorlage des Reisepasses und man staune, es wurde noch per Hand geschrieben. Der Zug zieht gemächlich durchs Land, durch die Züge gehen Verkäuferinnen und bieten ihre Ware an. Auch an einigen Bahnhöfen kann man sich mit Essen und Getränke ein- decken. Nach einigen Stunden war es dann soweit, wir fuhren in Schrittgeschwindigkeit über das Gokteik-Viadukt. Und genau wegen dieser Eisenbahnbrücke wollten wir unbedingt diese Strecke mit der Bahn fahren. Es war es wirklich wert.

Nächsten Tag in Mandalay fuhren wir mit Leihräder und dem Loose bewaffnet nach Amarapura. Wir spazierten über die U-Bein Brücke, sie gilt als älteste und längste Teakholz-Brücke der Welt. Den Königspalast in Mandalay haben wir aus Geiz aus- gelassen. Wir hatten nicht mehr so viel Zeit und für 2 Stunden wollten wir keinen Eintritt mehr bezahlen.

Am 18.12.2016 ging es dann wieder mit dem Minibus nach Bagan. Jetzt hieß es, 3 Tage lang mit E-Bike die Tempelfelder unsicher machen. Auch nach 3 Tage Tempel anschauen, waren wir noch nicht müde davon. Man entdeckt immer wieder etwas neues und interessantes. Das tollste Erlebnis hatten wir bereits am 1. Tag der Tempeltour. Gegen Mittag wollten wir noch schnell den einen größeren Tempel der vor uns lag noch schnell mitnehmen, bevor wir uns etwas zum Essen suchen wollten. Hinter dem Tempel war gerade eine Großfamilie sich auf ihr Mittagessen vorzubereiten, sie breiteten mehrere große Planen zum sitzen aus und fingen bereits, das mitgebrachte Essen aus großen Töpfen an ihre Leute zu verteilen. Von denen wurden wir dann zum Essen eingeladen. Das war das nächste Highlight von Myanmar.   

Am 22.12. flogen wir dann mit einer Propeller-Maschine der Air KBZ nach Yangon. Der Abflughafen Nyaung U war sehr speziell, hier war noch alles Handarbeit. Hier gab es keine Computer, man wurde auf einer Passagierliste abgehakt, die Bordkarten wurden per Hand geschrieben und die Rucksäcke vom Check in zum Flugzeug per Hand getragen. In Yangon wollten wir dann per Taxi zum Busbahnhof. Der Taxifahrer fragte uns wohin wir wollten, nach Bago. Er hat uns dann direkt zu einem Einheimischen-Bus gebracht. Wir haben dann für die 80 km ca. 1 € pro Person gezahlt, für unser Gepäck auch nochmal soviel, dafür durfte es auf den Sitzen Platz nehmen. Mit uns und unser Gepäck war der Bus dann fast voll und wir konnten auch gleich losfahren. Unterwegs wurden dann noch die restlichen 3 freien Plätze vergeben. Der Bus fuhr langsam an jede Haltestelle heran und der Beifahrer brüllte den Wartenden den Zielort entgegen. Von Bago hatten wir uns mehr versprochen, der Ort ist einfach nur hässlich. Nächsten Tag fuhren wir dann weiter nach Kyaiktiyo. Von dort kommt man zum goldenen Felsen, entweder zu Fuß oder auf LKW-Pritschen. Die Auf und Abfahrt ist ein Erlebnis.  Als ich die Ladeflächen der LKW´s gesehen habe, war ich mir nicht mehr so sicher ob ich da noch hoch will. Der LKW schraubt sich zig Kurven und gewaltigen Steigungen den Berg hinauf und gibt Gas so oft es geht. Als wir oben angekommen sind, habe ich geschworen, runter wird gelaufen. Noch so eine Fahrt überstehe ich nicht. Na ja, nach 3 Stunden habe ich mich doch wieder auf so ein LKW ferchen lassen. Pro Sitzreihe werden 6 Leute gequetscht, ist der LKW nicht voll, wird nicht losgefahren.

Am 25.12. ging es per Bus zurück nach Yangon. Für den nächsten Tag stand die Shwedagon-Pagode auf dem Programm. Wir hielten uns bis Mittag in der Pagode auf , haben danach etwas gegessen und wollten zum Sonnenuntergang nochmal hin. Leider ist daraus nichts geworden. Ich habe mir eine Lebensmittelvergiftung oder sowas zugezogen und habe 1,5 Tage im Hotelzimmer verbracht. 

Am 28.12. war ich dann wieder flugtauglich und wir sind mit Air Asia zurück nach Bangkok geflogen.