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Malediven - Embudu 04.12. - 18.12.2000

Anfang 2000 hatten wir unsere erste Fernreise hinter uns. Als wir diese buchten, sah Daniel im Reisekatalog so kleine, süße Inselchen im indischen Ozean und beschloss: Da will ich mal hin. Ich habe ihn für verrückt erklärt. Was willst du auf eine Insel, die nur ein paar hundert Meter groß ist. Malediven wo liegt das überhaupt. Jedenfalls ließ er nicht locker, überzeugte mich und wir buchten für Dezember eine Reise auf die Malediven. Natürlich haben wir uns mit Embudu eine Mini-Insel ausgesucht, sie ist 385 x 150 m groß. Je näher der Abflugtermin kam umso schlechter ging es mir? Was braucht man an Gepäck, wie viel Bücher nehm ich mit, Spiele auch? Man muss sich ja irgendwie die 14 Tage beschäftigen, denn es gibt kein Radio oder Fernseher auf der Insel.  Ich hatte Angst, dass ich einen Inselkoller kriege und mir die Decke dort auf
dem Kopf fällt. Der Flug verlief ruhig, wir landeten pünktlich in Hulule und ein Boot brachte uns auf Embudu. Wow, genauso wie im Katalog beschrieben, glasklares Wasser, man kann Steg den einen oder anderen Fisch schwimmen sehen. Kaum angekommen hieß es schon, Schuhe aus, denn auf den Malediven läuft man barfuß. Es stimmt, wir haben unsere Schuhe in die Ecke geschmissen und 14 Tag lang nicht mehr angeschaut. Am ersten Tag gingen wir zu einem Info-Abend der Tauchschule, uns wurde erklärt, wie man sich unter Wasser verhält, wo sich die  Ein- und Ausstiege vom Hausriff befinden und wir erhielten weitere Tipps. Da wir bisher noch nie geschnorchelt sind, haben wir erstmal ganz langsam in der Lagune angefangen uns die Billen aufzusetzen und erstmal nur den Kopf unter Wasser halten. HILFE ganz viele Fische, fast wie im Aquarium. 2 Tage schnorchelten wir in der Lagune. Es war genial. Abends saßen wir immer mit ein paar Leuten gemütlich in der Bar und die erzählten immer vom Riff und von Haien, Schildkröten usw. Das machte uns natürlich neugierig. Mit unseren Bungalownachbarn, auch Laien wie wir, nahmen wir den ganzen Mut zusammen und wollten auch mal ans Riff schnorcheln. Wir hatten alle Schiss, wir wussten, am Riff geht es 30m steil bergab und ich trau mich doch nicht ins tiefe Wasser. Neben dem Steg war auch ein Riffeingang, u. a. wurde auch dieser für die Ein- und Ausfahrt der Boote genutzt und es war dort ein Seil gespannt, dass fremde Boote nicht ohne Erlaubnis einfahren konnten. Also schnorchelten wir gaaaanz langsam Richtung Seil, dahinter ging es auch gleich bergab, wir hielten uns am Seil fest und WOW wir staunten über den Fischreichtum. Das hat man von oben gar nicht gesehen. Ich Angsthase habe zuerst das Seil losgelassen und bin zum Riff raus geschwommen. Es hat mich so fasziniert, dass meine Angst verflogen war. Seit diesem Tag sind wir noch am Riff schnorcheln gegangen und haben Haie, Schildkröten, einen Napoleon und tausende andere Fische gesehen. Jetzt waren wir Malediven-infiziert. Auf den Malediven ist es so, dass man am Anfang einen Tisch zugewiesen bekommt und den behält man für den gesamten Urlaub. Wir hatten Glück mit unsren Tischnachbarn Alexandra und Christoph aus der Schweiz. (Wer hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass sich daraus eine Freundschaft entwickelt.) Leider waren die beiden nur für 1 Woche auf Embudu. Wir verbrachten die meiste Zeit zusammen, haben geschnorchelt, Sandburgen gebaut und beim Abschied geweint.

Ich habe in den 14 Tagen nicht ein ein einziges Buch gelesen und die mitgenommenen Spiele waren unnützer Ballast.